Veranstaltung zu neuen Formen von Grenzüberwachung und Migrationskontrolle

Europas Staatsgewalten gegen Migration

Montag 4. April 2016, 20 Uhr

Café Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin

 

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Über Jahrzehnte hinweg haben die EU und ihre Mitgliedstaaten die Abwehr gegen Geflüchtete und MigrantInnen perfektioniert. Wir haben dies in unserer Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/ CILIP stets aus polizeikritischer Perspektive analysiert. Unser aktuelles Heft „Europas Staatsgewalten gegen Migration“ trägt die neuen Maßnahmen zusammen: Militarisierung der Migrationskontrolle, zunehmende Repression gegen jede Art von Fluchthilfe, Ausbau von Datenbanken, unaufhaltsamer Aufstieg der Grenzagentur FRONTEX unter Einsatz neuer Technologien wie Drohnen und Satellitenüberwachung.

In der Veranstaltung gibt der CILIP-Redakteur Heiner Busch einen Überblick über die Krise des europäischen Migrationsmanagements sowie Taktiken zur Herstellung des „Europäischen Normalzustands“. Eingeladen ist auch Tresor, der sich nach jahrelanger Flucht in verschiedenen Netzwerken von MigrantInnen und Geflüchteten (Voix des Migrants, CISPM) organisiert. Tresor erklärt die Strategie vorverlagerter Grenzen und die Bedeutung der spanischen Enklave Ceuta im Krieg gegen MigrantInnen.

Unsere Leseempfehlungen für den Winter 2015/2016 sind jetzt  HIER  zu finden.

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Der Buchladen zur schwankenden Weltkugel und das Café Morgenrot laden ein zur Buchvorstellung:

Charlie Kaufhold

In guter Gesellschaft?

Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe

Montag, den 25.1.2016, um 20 Uhr

im Café Morgenrot, Kastanienallee 85 (direkt neben dem Buchladen)

 

Der NSU-Prozess scheint auf sein Ende zuzugehen. Eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den rassistischen Strukturen, in denen der NSU hat agieren können, hat noch kaum begonnen. Charlie Kaufhold analysiert in ihrem Buch die Zeitungsberichterstattung über die Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess Beate Zschäpe aus Genderperspektive. Dabei geht sie der Frage nach, wie die stark vergeschlechtlichten Darstellungsweisen von Zschäpe historisch und politisch zu erklären sind. Die zentrale These hierzu ist: Die Dominanzgesellschaft erhält durch die vergeschlechtlichte Berichterstattung über Zschäpe die Möglichkeit, sich nicht mit eigenen (rassistischen) Strukturen beschäftigen zu müssen. Und das hat historische Vorläufer…

 

Die Autorin Charlie Kaufhold lebt in Berlin, ist aktiv in antikapitalistischen und queer-feministischen Zusammenhängen und hat (u.a.) Gender Studies studiert.

Veranstaltungsbeginn: 20.00 Uhr, Eintritt frei.