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Bruno Jasieński: Ein Mensch wechselt seine Haut

Wer verblüffende historische Romane mit linksrevolutionärem Gehalt liebt, wird entzückt sein von diesem nun erstmals ins Deutsche übersetzten Klassiker.

Der polnisch-russische Schriftsteller Bruno Jasieński war futuristischer Poet und kommunistischer Aktivist. 1929 aus dem französischen Exil vertrieben, machte er in der Sowjetunion unter Stalin kurz Karriere, bevor er dort 1938 vor ein Schaugericht gestellt und ermordet wurde.

Ein Mensch wechselt seine Haut erschien 1934 und handelt, wie der Titel eher nicht erwarten lässt, ausführlichst vom Bau eines Kanals im tadschikischen Grenzland. Wie eng Glanz und Elend, Vision und Irrsinn beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaft miteinander einhergingen, dafür findet Jasieński epischen Ausdruck. Er erzählt von Arbeiterinnen und Arbeitern der Revolution, die trotz unzähliger technischer Pannen und heißer Nächte unermüdlich und mit großer Improvisationskunst gegen widriges Gestein und gegen das Chaos ankämpfen, das die Apparatschiks mit ihren Planvorgaben, Weisungen und Spitzeleien anrichten. Doch auch sabotierende Hände sind im Spiel, denn weiß Gott nicht alle in Tadschikistan glauben an die Sowjetrepublik, und die alten, nicht minder pfiffigen Potentaten verteidigen ihren Besitz.

Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783903290600
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