Buchtipps

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Sophia de Mello Breyner Andresen (1919–2004) gilt als eine der wichtigsten portugiesischen Dichterinnen und ist hierzulande wenig bekannt. Sie entstammt aristokratischen Verhältnissen, verübte Klassenverrat und engagierte sich im Widerstand gegen den Estado Novo, die reaktionäre Diktatur. Nach der Nelkenrevolution 1974 war sie als Abgeordnete des Partido Socialista Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung. 1999 erhielt sie als erste Frau den Prémio Camôes, den wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt.

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Die EU hat 2018 das Ergebnis einer Befragung von Jüdinnen und Juden über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus veröffentlicht. Für Deutschland fiel es besonders alarmierend aus. In keinem anderen EU-Land gaben mehr Menschen an, antisemitisch belästigt zu werden, und „nirgendwo sonst wurden Juden so oft für die Politik der israelischen Regierung verantwortlich gemacht und angefeindet.“ 44 Prozent der Befragten in Deutschland erwägen auszuwandern. Drei Viertel trauen sich nicht, ihre Religionszugehörigkeit offen zu zeigen. Warum, wird klar, wenn man hört bzw.

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„Ach, Sie sind Jude? „Toll! Juden haben einen guten Humor!“ „Das ist ein Klischee.“ „Ich meine es aber als Kompliment!“ „Dann warten Sie doch bitte, bis ich tatsächlich etwas Lustiges gesagt habe.“

In der Leipziger Schrebergartenkolonie „Hoffnung West e. V.“  hat Deborah Jeromin einen Kleingarten gepachtet. Zwischen den Parzellen wachsen Maulbeerhecken, ein Überbleibsel aus dem Nationalsozialismus. „Grabe, wo du stehst“ war das Motto der Geschichtswerkstätten-Bewegung der 1980er Jahre. In diesem Geist hat Jeromin – nein, nicht zum Spaten gegriffen, sondern im Vereinsarchiv einen Aktenordner aus den 1930er Jahren ausgebuddelt, der den Ausgangspunkt ihrer Recherche über den Zusammenhang des sächsischen Feierabendparadieses mit deutschen Kriegsverbrechen auf Kreta bildet.

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Im Jahr 1934 erschien allen amtlichen Zensurversuchen zum Trotz in den Niederlanden Anton de Koms Wij Slaven van Suriname als eines der ersten Bücher, das die Geschichte des Kolonialismus seit dem 16. Jahrhundert aus der Perspektive der Ausgebeuteten und ihres Widerstands schreibt. Suriname, erst seit 1975 unabhängig, ist das kleinste Land Südamerikas. Als Exempel des Kolonialismus ist es die sprichwörtliche Nussschale, deren groteske Formen unter dem scharfen Blick de Koms sichtbar werden.   

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Anne Boyer hat aus ihrer Brustkrebserkrankung ein Buch gemacht, das eine Streitaxt ist. Sie reißt dem Brustkrebs die rosa Schleifchen ab, kritisiert die politische Onkologie und besteht darauf, dass, so persönlich und existentiell der Krebs ist, „über den Tode nachzudenken, heißt, über alle nachzudenken“. All die Überlebendengeschichten, die Trostliteratur und Ratgeber dröhnen über wesentliche Erfahrungen hinweg.

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Schauplatz dieses atmosphärischen und spannenden Romans ist ein großes, altes Haus an der schottischen Küste. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zieht Ruth mit ihrem Mann und dessen beiden Söhnen aus erster Ehe ein. Für die Londonerin ist es ungewohnt, dass genau beobachtet wird, wie oft sie das Café und wie selten sie die Messe besucht. Auch die lokalen Bräuche findet sie verstörend. Die Stiefsöhne gehen ins Internat, der Mann zu einer anderen. Ruth sucht Zuflucht beim Whisky und findet die Freundschaft der Haushälterin Betty.

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Der Verbrecher Verlag hat unter dem Titel kurze form eine neue Reihe gestartet. Als zweiter Band sind nun Erzählungen von einer jungen Zagreber Autorin erschienen. Ein begeisterter Rezensent erkennt in Bakić schon die Nachfolgerin von Edgar Allan Poe und den Brüdern Strugatzki. 

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Es hilft nicht, aus Verzweiflung über virale Verschwörungstheorien, Fake-Wissen und Wirklichkeitsverleugner*innen auf die Wissenschaft zu pochen. Denn die Wissenschaft ist keine „Fahne, unter der man sich versammeln könnte“, kein Goldstandard, keine harte Währung in politischen Auseinandersetzungen, und am allerwenigsten ist, was Wissenschaft ist, selbstevident.

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In den 1990er Jahren kursierte es schon als heißer Tipp zum Thema Staatskritik, aber an das Buch war kaum ranzukommen: Staatsfeinde, Pierre Clastres Studien zur politischen Anthropologie, in Frankreich 1974 erstmals erschienen. Im Jahr 2020 ist das Werk von konstanz university press neu aufgelegt worden. Andreas Gehrlach und Morten Paul haben ein sehr gutes, ein- und weiterführendes Nachwort dazu verfasst.