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Der fünfte Mörder

Ein Fall für Alexander Gerlach, Alexander-Gerlach-Reihe 7

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783492257435
Sprache: Deutsch
Umfang: 320 S.
Format (T/L/B): 2.5 x 19 x 12.2 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Beinahe wa¤re Kriminaloberrat Gerlach Opfer eines Bombenanschlags geworden: Vor seinen Augen explodiert der Gela¤ndewagen eines bulgarischen Zuha¤lters. Wenig spa¤ter ereignen sich weitere ra¤tselhafte Morde, und Gerlach kommt der Verdacht, es ka¶nne sich ein Bandenkrieg anbahnen. Als er zu ermitteln beginnt, wird er von oberster Stelle zura¼ckgepfiffen. Ausgerechnet jetzt hat der Heidelberger Kripochef gute Gra¼nde, sich ernsthafte Sorgen um seine pubertierenden Ta¶chter zu machen, und zu allem aoebel nimmt auch sein Liebesleben eine unvorhergesehene Wendung.

Autorenportrait

Wolfgang Burger, geboren 1952 im Südschwarzwald, ist promovierter Ingenieur und hat viele Jahre in leitenden Positionen am Karlsruher Institut für Technologie KIT gearbeitet. Seit 1995 ist er schriftstellerisch tätig und lebt heute in Karlsruhe und Regensburg. Seine Gerlach-Krimis wurden bereits zweimal für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und stehen regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Leseprobe

1   Terror!, war mein erster Gedanke in der Stille nach der Explosion. Der Dschihad hat Heidelberg erreicht! Ich stand keine zwanzig Schritte von dem soeben in die Luft geflogenen Wagen entfernt und hatte das Atmen vergessen. Noch bevor die letzten Trümmer zu Boden geprasselt waren, ging irgendwo eine Alarmsirene los. In meinen Ohren hallte die Detonation nach. Jemand hatte geschrien. Eine Frau. Sie stand unmittelbar neben mir, an einem Zigarettenautomaten. Nicht mehr ganz jung, registrierte mein Polizistenhirn automatisch, zierlich, neckische, weißblonde Strubbelfrisur. Ihre Augen waren groß vor Schreck, und sie war so blass, wie ich mich fühlte. Am linken Nasenflügel blitzte ein Steinchen im Sonnenlicht. Die Rechte hatte sie vor den Mund geschlagen. Handtasche und Portemonnaie lagen am Boden, darum herum ein wenig Kleingeld verstreut. Die Alarmsirene jaulte, dass es in den Ohren gellte. Gott sei Dank schien niemand verletzt zu sein, oder gar tot, soweit ich es überblicken konnte. Auch mir war offenbar nichts passiert-abgesehen von dem mächtigen Schrecken. Ich fühlte keinen Schmerz, entdeckte kein Blut an mir. Da war nur diese Starre, der Druck auf der Lunge, die dumpfe Beklemmung, die mir das Atmen schwer machte. Ich hob einen Fuß, versuchte einen Schritt. Noch einen. Meine Beine funktionierten vorschriftsmäßig. Als hätte ein unsichtbarer Regisseur das Kommando gegeben, wurden an den umliegenden Häusern plötzlich Fenster aufgerissen, die Menschen auf den Bürgersteigen bewegten sich wieder, Autos bremsten, deren Fahrer sich nicht an dem inzwischen brennenden Wagen vorbei trauten, eine Straßenbahn, die etwa fünfzig Meter stadtauswärts im Verkehr stecken geblieben war, bimmelte vorwurfsvoll. Ich musste etwas tun. Schließlich war ich Polizist und hatte den Überblick zu bewahren, Ruhe zu verbreiten, zu helfen, zu retten. Aber was? Hier gab es ja nichts zu retten. Niemand lag am Boden. Niemand schien in dem explodierten Wagen zu sitzen. Und ich hatte nicht einmal einen Feuerlöscher. Oder doch? Natürlich! In meinem Peugeot, neben dessen offener Fahrertür ich eben noch gestanden hatte, musste einer sein. Irgendwo, seit Ewigkeiten unbenutzt. Unter dem Fahrersitz? Ich fand das rote Ding sofort, zerrte es heraus, etwas fiel zu Boden, ich ließ es liegen und rannte zu dem dunklen Geländewagen, aus dem die Flammen mit jeder Sekunde höher schlugen. Porsche Cayenne, notierte ich, Farbe: schwarz, dunkel getönte Scheiben. Es knisterte und knackte und prasselte. Offenbar konnte ich inzwischen auch wieder hören. Die Geräusche waren in die Welt zurückgekehrt. Und die Gerüche. Es stank nach verbranntem Plastik und verschmortem Gummi. Unbegreiflicherweise schien wirklich kein Mensch zu Schaden gekommen zu sein, obwohl die Neuenheimer Brückenstraße viel befahren, die Gehwege auf beiden Seiten jetzt, am Samstagvormittag, voller Passanten waren. Ich zerrte den Sicherungsstift von meinem kleinen, so erbärmlich kleinen Feuerlöscher, drückte die rote Taste. Etwas Weißes zischte heraus. Zu schwach, zu dünn, viel zu wenig. Schon Sekunden später zischte nichts mehr, die Flammen schlugen höher als zuvor, mein Gesicht glühte von der Hitze. Die Bombe schien unter dem hinteren Teil des Wagens gesessen zu haben. Vermutlich genau unter dem Tank. Jemand rief mir etwas zu. Ein älterer, stämmiger Mann mit Kugelglatze. Zehn, zwölf Meter von mir entfernt. Näher wagte er sich nicht heran. 'Weg da!', brüllte er und gestikulierte wild. 'Die Kiste kann jeden Moment in die Luft gehen!' Er hatte recht. Ich wich zurück. Stieß gegen ein Auto, das hinter dem Cayenne parkte, kam ins Straucheln. Der Feuerlöscher glitt mir aus der Hand, kullerte irgendwohin. 'Ganz schön mutig', meinte der aufgeregte Mann und hieb mir kräftig auf die Schulter. 'Also, ich hätte mich das nicht getraut, mein Gott!' Er steckte in einem verschossenen, viel zu bunten Trainingsanzug, war einen Kopf kleiner als ich und hatte die Gesichtsfarbe eines Babys, dem man zu viele

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Das Gesicht des Bösen

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