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Jüdischer Almanach: Sprachen

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783633542260
Sprache: Deutsch
Umfang: 142 S., 10 s/w Illustr.
Format (T/L/B): 1.3 x 20 x 12 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Hebräisch ist die einzige Sprache, die Eltern von ihren Kindern lernen, hieß es Anfang des 20. Jahrhunderts mit Blick auf die jüdischen Einwanderer im damaligen Palästina. Im heutigen Israel jedoch ist das Hebräische längst Muttersprache geworden. Die Wiederbelebung dieser biblischen Sprache ist die vielleicht erstaunlichste Pionierleistung der Zionisten. Denn über einen Zeitraum von fast zweitausend Jahren war das Hebräische eine reine Schrift- und Sakralsprache. Die Juden in aller Welt verständigten sich im Alltag in Jiddisch oder Ladino sowie den Sprachen der Länder, in denen sie lebten. Als Inbegriff der Kultursprache galt - vor der Shoah - für viele Juden das Deutsche. Noch der Begründer des politischen Zionismus, Theodor Herzl, ging wie selbstverständlich davon aus, daß im zukünftigen 'Judenstaat' Deutsch gesprochen werden würde. 'Wir können doch nicht Hebräisch miteinander reden. Wer von uns weiß genug Hebräisch, um in dieser Sprache ein Bahnbillett zu verlangen?' Der Jüdische Almanach widmet sich dem Phänomen, daß sich jüdische Kultur in und zwischen unterschiedlichen Sprachen entfaltete und entfaltet, dem Neben-, Mit- und Gegeneinander, der Vielfalt ihrer Sprachen.

Autorenportrait

Gisela Dachs ist Publizistin, promovierte Sozialwissenschaftlerin und Professorin am Europäischen Forum der Hebräischen Universität Jerusalem. 2016 erschien der von ihr herausgegebene Länderbericht Israel im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung. Seit 2001 ist sie die Herausgeberin des Jüdischen Almanachs. Sie lebt in Tel Aviv.