Christina von Hodenberg: Das andere Achtundsechzig

Aus Anlass des Fünfzigsten von `68 sind 2018 reihenweise Bücher erschienen. Das andere Achtundsechzig ragt tatsächlich heraus und weicht überraschend ab von einigen Narrativen, die immer wieder aufgerufen werden, wenn es um den gesellschaftlichen und politischen Wandel der 1960er Jahre geht:

Generationenkonflikt? Tatsächlich vertrugen sich wenige Kinder so prächtig mit ihren Eltern, wie die vermeintlich „emotional frierende“ Generation der 68er*innen. Sexuelle Revolution? Die war schon längst im Gange, und nein, sie wurde nicht von langhaarigen Männern gestartet, Mütter und Töchter taten viel mehr dazu. Die Studierenden haben den „Muff unter den Talaren“ gelüftet? Und was taten sie, wenn Nazi-Professoren sich selbst als reformfreudige Modernisierer der Universität betätigten?

Christina von Hodenberg, Professorin für Europäische Geschichte, schildert die Verhältnisse an einer ganz normalen Uni einer westdeutschen Kleinstadt und bettet die politischen Ereignisse von `68 ein in die deutschen Zustände jener Zeit. Mehrere Hundert Stunden Interviewmaterial, die im Rahmen von Gesellschaftsstudien des psychologischen Instituts der Universität Bonn aufgezeichnet wurden, hat die Autorin ausgewertet und in ihre insgesamt sehr lebendig erzählte und bebilderte Sozialgeschichte eingearbeitet.

Hodenberg, Christina von
Verlag C. H. BECK oHG
ISBN/EAN: 9783406719714
24,95 € (inkl. MwSt.)
Kategorie:
Geschichte

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findet Ihr, auf einen Blick und zum Ausdrucken, auch hier:

weltkugel_empf-2018-19-web-final.pdf