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ISBN/EAN: 978-3-86754-279-1
Einband: kartoniertes Buch
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Originaltitel:
Les doigts coupés
Übersetzer:
Iris Konopik
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
208 S.
Format (T/L/B):
1.7 x 18 x 11.5 cm

Hersteller:
Argument Verlag mit Ariadne
i.konopik@argument.de
Glashüttenstr. 28
DE 20357 Hamburg


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Unser Tipp für Sie

Bei Bauarbeiten wird in einer Höhle in Südfrankreich ein Skelett gefunden, das Spuren eines gewaltsamen Todes aufweist. An den Höhlenwänden entdeckt man Abdrücke von Frauenhänden, denen ein Finger fehlt. Hier wurden offensichtlich vor langer Zeit Verbrechen begangen! Lässt sich noch aufklären, was geschehen ist – nach 40 000 Jahren? 

In der Detektivarbeit geht es wie in der Archäologie darum, Spuren zu lesen und zu deuten. Während Erstere idealerweise den Fall aufklärt, beflügelt Letztere vor allem die wissenschaftliche Fantasie. Denn Theorien über das Leben in der menschlichen Vorgeschichte beruhen nur zum Teil auf exakter Wissenschaft und zu einem vielleicht größeren Teil auf gelehrter Spekulation. So spiegeln sie mehr oder weniger die Probleme und das gesellschaftliche Selbstverständnis der Gegenwart wider. 

Wir wissen, dass sich in der Jungsteinzeit Homo Sapiens und Neandertaler begegneten, bevor Letztere aus unbekannten Gründen ausstarben. Dass wir noch heute Neandertaler-DNA in uns tragen, ist der materielle Beweis für die Begegnungen. Worüber wir nur spekulieren können, ist, wie diese Treffen vonstatten gingen. In welcher Sprache verständigten sie sich? Tauschten sie Technologien und Waren aus? Wie war der Sex? Apropos: Sammlerinnen und Jäger – stimmt das wirklich? Gab es damals schon die Geschlechterhierarchie und wie ist sie entstanden? 

Die Paläontologin Paola Tabet ist auf Grundlage ihrer Forschungen zu dem Schluss gekommen, dass die Herrschaft der Männer auf drei Pfeilern ruht: Aneignung von Waffen und Werkzeugen, erzwungene Fortpflanzung, ökonomisch-sexueller Tauschhandel. 

Von dieser Theorie hat sich die Kriminalschriftstellerin Hannelore Cayre, im bürgerlichen Beruf Strafverteidigerin, zu einem wirklich fabelhaften und originellen Roman Noir inspirieren lassen. Er ist clever, amüsant und auch noch spannend.


 

Beschreibung

Paläontologie ist Spurensuche. Lassen wir das altväterische Historikerlatein weg, taucht plötzlich ein Krimi auf: Im Zentrum stehen Oli und ihre Sippe. Keine erhobenen Zeige­finger - aber durchaus ein ausgestreckter Mittelfinger fürs Steinzeit-Patriarchat.

Über Hannelore Cayre

Hannelore Cayre ist Strafverteidigerin in Paris, schreibt Romane und betätigt sich als Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Früher war sie Finanzchefin einer Filmproduktions­firma. Irgendwann langweilte sie das Finanzwesen, die Juristerei hingegen faszinierte sie. Cayre spezialisierte sich auf Strafrecht und wurde Pflicht­verteidigerin. Für 'Die Alte' erhielt sie den Prix du polar européen und den Grand Prix de littérature policière. Sie selbst schrieb das Drehbuch für den Kinofilm 'Eine Frau mit berauschenden Talenten'.