Lesung und Gespräch mit Ronya Othmann
»Selbst das Aneinanderreihen der Fakten, das Zählen der Toten, selbst das Datum, 3. August 2014, oder 74. Ferman, wie wir Êzîden den Genozid nennen, bleiben ein Platzhalter für etwas, wofür wir keine Worte haben. Die Sprachlosigkeit liegt noch unter der Sprache, selbst wenn ein Text da ist. Die Sprachlosigkeit ist das Unbeschreibliche, und sie ist selbst Teil des Textes.«
Am 30. September liest die mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin Ronya Othmann aus ihrem Roman »Vierundsiebzig«. Das 2024 erschienene Buch beschäftigt sich mit dem Völkermord der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) an den Jesiden im Irak. Es bietet einen sehr persönlichen Einblick in eine sehr bedrückende Zeit.
Veranstalter: Buchladen zur schwankenden Weltkugel
Hinweis: Es wird am Einlass eine Taschenkontrolle geben.