"Der Krieg beginnt, der Krieg hört nicht auf."

Die Aufzeichnungen aus dem besetzten Warschau von Aurelia Wyleżyńska

Lesung und Einführung mit Dr. Martin Sander

Am 1. September jährt sich der deutsche Überfall auf Polen und damit der Beginn des 2. Weltkriegs zum 80. Mal. Anders als in Polen ist dieses Datum im deutschen Alltagsbewusstsein nicht sehr präsent. Um daran etwas zu ändern, veranstalten Buchhandlungen und andere Einrichtungen in Berlin eine Reihe von Lesungen rund um den 1. September.

Die polnische Schriftstellerin und Journalistin Aurelia Wyleżyńska führte ein Tagebuch von Mitte August 1939 bis zu ihrem tragischen Tod zu Beginn des Warschauer Aufstands. In ihren „Aufzeichnungen aus dem besetzten Warschau“ beschreibt sie den Terror der Deutschen, analysiert die Stimmung der einheimischen Bevölkerung und reflektiert die politische Haltung der intellektuellen Elite.

Mehrere Hundert Manuskriptseiten konnten vor den Kriegszerstörungen  gerettet werden. Dann aber wurde das Werk von Wyleżyńska über 70 Jahre in Polen ignoriert. Zuviel darin widersprach den herrschenden Formen der Erinnerung. Erst in jüngster Zeit gibt es Bemühungen um eine kritische polnische Edition der Tagebücher. Diese soll auch dem deutschen Lesepublikum, in der Übersetzung von Bernhard Hartmann, zugänglich gemacht werden.

 

 

31.08.2019 - 19:00
Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Kastanienallee 85, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg