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ISBN/EAN: 978-3-942788-56-4
Einband: Paperback
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Originaltitel:
Never Come Back
Übersetzer:
Jakob Vandenberg
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
264 S.
Format (T/L/B):
2.5 x 22 x 14.2 cm

Hersteller:
Elsinor Verlag
Dr. Thomas Pago
info@elsinor.de
Gaupel 30
DE 48653 Coesfeld
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18,00 €

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Unser Tipp für Sie

Es beginnt mit einem ganz gewöhnlichen Femizid. Eine Frau beendet eine Affäre, der Mann erwürgt sie im Affekt, kotzt und fühlt sich kühn und entwendet ihr Notizbuch. Was er nicht ahnt: Die Frau arbeitete als Spionin für eine hochgeheime Internationale Organisation umstürzlerischer Kräfte, die ihre Leute auch in den offiziellen Sicherheitsapparaten hat, und das Notizbuch enthält äußerst sensible chiffrierte Informationen. Das reicht, um eine Verfolgungsjagd ins Rollen zu bringen, in der sich der Mörder, der nicht weiß wie ihm geschieht, kaum auf den Beinen halten kann. 

Aufzugeben und sich zu stellen, wäre allerdings das Letzte, was ihm einfallen würde. Denn Desmond Thane, Lohnschreiber bei einem Londoner Boulevardblatt, ist ein talentierter Drückeberger, der im Beruflichen wie im Privaten von der Zuversicht lebt, dass es für ihn durchaus von Vorteil sein kann, wenn sich die Dinge zum Schlechteren wenden. Aus Feigheit startet Thane die dreistesten Attacken; mit Stegreif-Lügen, improvisiertem Theater und grober Gewalt windet er sich aus ausweglosen Situationen. Nicht selten schraubt er sich gleich in die nächste Bredouille hinein, aber es reicht, um seinen Verfolgern immer wieder auszubüxen. Nachdem Thane den Wert des Notizbuchs entdeckt hat, ist er nicht mehr nur der Gejagte, er beginnt, selbst an den Fäden der Organisation zu ziehen. 

Das Hasardspiel des Spionagethrillers, in dem hinter jeder Raffinesse, hinter jedem Schachzug ein weiterer zu vermuten ist, dem das Gegenmanöver zuvorkommen muss, treibt John Mair in schwindelerregende Höhen. 

Wie George Orwell in seiner Rezension des Thrillers 1941 treffend schrieb, erzählt Mair „im Geist der Burleske“, womit er beweise, „dass jener furchtbare politische Dschungel mit seinen Gruppierungen im Untergrund, mit Folter, Losungsworten, Denunziationen, gefälschten Pässen, kodierten Nachrichten etc. mittlerweile so sehr zum allgemeinen Wissensschatz gehört, dass er zum Stoff für ‚leichte‘ Literatur tauglich scheint.“ Orwell schien selbst eine so bizarre Fiktion wie Mairs Internationale Organisation, ein Verschwörerclub, zu dem sich mitunter von Hitler enttäuschte Gestapoangehörige, geschasste Bolschewiki und britische Oppositionelle zusammengetan haben, durchaus im Bereich des Möglichen. 

Bei aller Extravaganz der Story pflegt John Mair einen lässig akkuraten Stil und wartet mit einem Protagonisten auf, der in seiner Schäbigkeit seinesgleichen in der Kriminalliteratur sucht. 

Beschreibung

Im Affekt und halb aus Versehen tötet der britische Boulevardjournalist Desmond Thane seine Geliebte - ohne freilich zu ahnen, dass sie für eine internationale Geheimorganisation tätig war. Deren Agenten und Profikiller fürchten einen politischen Anschlag auf ihre Verschwörung und ermitteln auf eigene Faust; so wird der Mörder plötzlich zum Gejagten. Mit Somerset Maugham, Eric Ambler und Graham Green zog in den 1930er-Jahren ein neuer Realismus in den britischen Spionageroman ein - ein Genre, das William Le Queux, Rudyard Kipling, Erskine Childers und insbesondere John Buchan geprägt hatten. Mair kannte die Tradition, und er gestaltete Desmond Thane bewusst als Gegenentwurf zur Konvention: als vielschichtige Identifikationsfi gur, mit der das Publikum mitfiebert; als einen philosophisch und literarisch gebildeten Mann, der dennoch eitel ist und verlogen, egozentrisch, zynisch und ein gefühlskalter Mörder. Thane ist der erste Antiheld des Genres - und John Mairs Roman immer noch, in den Worten von Martin Compart, eines der bestgehüteten Geheimnisse der Thriller-Literatur.