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ISBN/EAN: 978-3-498-00123-0
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
432 S.
Format (T/L/B):
3.8 x 21 x 13.8 cm

Hersteller:
Rowohlt Verlag GmbH
produktsicherheit@rowohlt.de
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Kirchenallee 19
DE 20099 Hamburg
www.rowohlt.de

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Unser Tipp für Sie

Schon vor acht Jahren hat der Autor einen Teil der eigenen Familiengeschichte literarisch bearbeitet: In In Zeiten des abnehmenden Lichts thematisierte er die familiäre Entwicklung im Osten Deutschlands bis zum Ende der DDR. In seinem neuen Roman geht er historisch einen Schritt weiter zurück, ins Moskau der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, der Zeit des Stalinschen „Großen Terrors“. Anhand der Kaderakte der Großmutter schildert er das Schicksal zahlreicher überzeugter Kommunisten, die damals im Hotel „Metropol“ auf ihre Anhörungen oder Festnahmen warten mussten.

 

Die Frage nach Notwendigkeit oder Berechtigung dieser Säuberungen bleibt lange eher tabuisiert: Die Parteiführung um den Genossen Stalin wird ihre Gründe haben. Selbst der weltbekannte Intellektuelle Lion Feuchtwanger, der 1936/37 die UdSSR besuchte, fand nichts Anstößiges an den Schauprozessen, mit denen fast die ganze altbolschewistische Elite liquidiert wurde.

 

Arthur Koestler hatte als früher Renegat schon 1940 in Sonnenfinsternis schonungslos diese gespenstische Szenerie beleuchtet – Ruges persönlich-subjektiver Blickwinkel führt uns diese düstere Phase linker Geschichte trotz langer zeitlicher Distanz in all ihrer Brutalität vor Augen.

 

Eine Gastrezension von Heinz Auweder aus der Jos Fritz Buchhandlung, Freiburg

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Beschreibung

Nach dem internationalen Erfolg von 'In Zeiten des abnehmenden Lichts' kehrt Eugen Ruge zurück zur Geschichte seiner Familie - in einem herausragenden zeitgeschichtlichen Roman. Moskau, 1936. Die deutsche Kommunistin Charlotte ist der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen. Im Spätsommer bricht sie mit ihrem Mann und der jungen Britin Jill auf zu einer mehrwöchigen Reise durch die neue Heimat Sowjetunion. Die Hitze ist überwältigend, Stalins Strände sind schmal und steinig und die Reisenden bald beherrscht von einer Spannung, die beinahe körperlich greifbar wird. Denn es verbindet sie mehr, als sich auf den ersten Blick erschließt: Sie sind Mitarbeiter des Nachrichtendienstes der Komintern, wo Kommunisten aller Länder beschäftigt sind. Umso schwerer wiegt, dass unter den 'Volksfeinden', denen gerade in Moskau der Prozess gemacht wird, einer ist, den Lotte besser kennt, als ihr lieb sein kann. Eugen Ruge folgt drei Menschen auf den schmalen Grat zwischen Überzeugung und Wissen, Loyalität und Gehorsam, Verdächtigung und Verrat. Ungeheuerlich ist der politische Terror der 1930er Jahre, aber mehr noch: was Menschen zu glauben imstande sind. 'Metropol' ist eng mit Ruges Debüt 'In Zeiten des abnehmenden Lichts' verbunden, aber auch mit einem Buch seines Vaters, das zeitlich zwischen beiden Romanen steht und die Lücke ausfüllt: Zusammen mit Wolfgang Ruges 'Gelobtes Land. Meine Jahre in Stalins Sowjetunion' entsteht eine der wohl umfassendsten und ergreifendsten Erzählungen des deutschen Kommunismus im 20. Jahrhundert.

Über Eugen Ruge

Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren. Der diplomierte Mathematiker begann seine schriftstellerische Laufbahn mit Theaterstücken und Hörspielen. Für 'In Zeiten des abnehmenden Lichts' wurde er unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Seitdem erschienen die Bände 'Theaterstücke' und 'Annäherung', die Romane 'Cabo de Gata', 'Follower' und zuletzt 'Metropol'.

Schlagzeile

Das Ende einer großen Liebe, ein gewaltiger Tatsachenroman.