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ISBN/EAN: 978-3-518-02986-2
Einband: Paperback
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Auflage:
2. Auflage 2024
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
422 S.
Format (T/L/B):
3.5 x 20.5 x 12.5 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


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Stoffwechselpolitik

Arbeit, Natur und die Zukunft des Planeten - Vom kolonialen Dreieckshandel bis zur Care-Krise, edition suhrkamp

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Unser Tipp für Sie

Arbeit, Natur und die Zukunft des Planeten

Braucht es noch einen weiteren Wink, damit Leute auf dieses Buch aufmerksam werden? Stoffwechselpolitik macht schon seit ein einigen Monaten die Runde, und im Netz finden sich einige sehr interessante Gespräche mit dem Autor. Trotzdem möchte es sich die Schwankende Weltkugel nicht nehmen lassen, das Werk zu loben und anzupreisen – schließlich geht’s zuletzt auch um sie selbst: um »Arbeit, Natur und die Zukunft des Planeten«.

Der Soziologe Schaupp erklärt supergut und ganz konkret, wie die Nutzbarmachung und Vernutzung von Arbeit und Natur im Kapitalismus Hand in Hand gehen. Der Theorieteil ist schmal, aber genauso ergiebig wie die anschließenden historisch-geografischen Kapitel, die sich von der Plantagenwirtschaft und der Rolle, die Moskitos darin spielten, bis zu den neuesten Megabetonbauprojekten in China erstrecken. Das Manifest für eine proletarische Umweltpolitik – Naturphilosoph:innen und Wertkritiker:innen, Care-Revolutionär:innen, Klimabewegte, Arbeiter- innen und Bummler:innen, lest dieses Buch!

Beschreibung

Wenn wir die ökologische Krise verstehen wollen, müssen wir die Arbeitswelt verstehen. Denn es ist die Arbeit, durch die Gesellschaften ihren Stoffwechsel mit der Natur vollziehen. Arbeitspolitik ist daher für Simon Schaupp stets auch Umweltpolitik - oder 'Stoffwechselpolitik'. Dabei spielt die Natur selbst eine aktive Rolle: Je weiter ihre Nutzbarmachung vorangetrieben wird, desto drastischer wirkt sie auf die Arbeitswelt zurück. Wie produktiv diese Perspektive ist, zeigt der Soziologe an einer Vielzahl historischer Beispiele: Ohne Moskitos sind weder Aufstieg noch Niedergang der Plantagenwirtschaft zu verstehen. Die Durchsetzung der Gewerkschaften wurde unter anderem durch die neuen Machthebel möglich, welche die materiellen Eigenschaften der Steinkohle den Beschäftigten an die Hand gaben. Und in frühen Schlachtfabriken setzten streikende Arbeiter die Unternehmer unter Druck, indem sie die eben eingeführten Fließbänder zum Stillstand brachten, so dass sich bald die verwesenden Tierkadaver stauten. Soll die Erderwärmung zumindest verlangsamt werden, setzt dies für Schaupp eine Transformation der Arbeitswelt voraus: Wir müssen die Logik der expansiven Nutzbarmachung überwinden und die Autonomie der Natur ernst nehmen.

Über Simon Schaupp

Informationen zu Simon Schaupp auf suhrkamp.de