Yael van der Wouden: In ihrem Haus

In den Niederlanden zu Beginn der 1960er Jahre: Isabel lebt alleine in einem ländlichen Haus, das ihrem Onkel gehört. Seit ihre Mutter gestorben ist, gibt es außer einem Dienstmädchen, einem zudringlichen Nachbarn und zwei Brüdern, die sie selten sieht, niemanden in ihrem Leben. Zum Glück, würde Isabel sagen, denn sie ist die Verschrobenheit in Person, ängstlich, argwöhnisch und freigiebig nur darin, ihre Mitmenschen vor den Kopf zu stoßen. Als einer der Brüder seine Freundin Eva vorübergehend bei ihr einquartieren will, stimmt sie nur widerwillig zu. Die Fremde im Haus befeuert Isabels Neurosen. Geschirr und andere Dinge verschwinden, Isabel verdächtigt Eva, Eva benimmt sich verdächtig. Gleichzeitig, und unaufhaltsam, zieht es die beiden Frauen zueinander. Isabels innerer Zwist zwischen Begehren und Abwehr lässt sie im einen Moment im Liebesrausch vergehen und im nächsten Eva brutal zurückstoßen. Isabels Macken und Evas Geheimnis bleiben im Roman lange rätselhaft. Und das müssen sie, weil das Haus selbst eine verschwiegene, unter den Teppich gekehrte und im Garten vergrabene Geschichte hat, die erst nach und nach in Bruchstücken ans Licht kommen kann. Das anwesende Abwesende und die Rückholung des Verdrängten schildert van der Wouden mit großem Feingefühl und enormer Spannungswirkung. Darum möchte man wirklich nicht zu viel über die Geschichte verraten. Als kleiner Hinweis: Im englischen Originaltitel The Safekeep, was sowohl einen sicheren Ort bezeichnen kann als auch etwas, das jemandem zur Verwahrung anvertraut wurde, ist die ganze doppelbödige Anlage von In ihrem Haus enthalten.


Bibliographie
Tipp
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In ihrem Haus
Yael van der Wouden
In ihrem Haus
Shortlist des Booker Prizes 2024! - Gewinnerin des Women's Prize 2025 - Ein fulminantes Debüt über Liebe, Besitzen und Besessenheit DER SPIEGEL
EAN: 978-3-690-45006-5
Der internationale Bestseller - jetzt im Taschenbuch Man kann sich nur so lange vor der Wahrheit verschließen, bis sie an die Tür klopft.  1961, in der niederländischen Provinz: Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Isabel allein in dem großen, von der Zeit gezeichneten Familienhaus. Die Tage ziehen ruhig und geordnet dahin. Doch als ihr Bruder Louis seine ungehobelte Freundin Eva bei ihr einquartiert, geraten Isabels stille Routinen ins Wanken, und das Haus, das einst Schutz und Sicherheit bot, wird zum Schauplatz unheimlicher Veränderungen. Plötzlich verschwinden Dinge und Isabel wird immer misstrauischer gegenüber Eva, die nicht das zu sein scheint, was sie vorgibt. In der flirrenden Sommerhitze entwickelt sich eine unerwartete Anziehung zwischen den beiden Frauen, die Isabels festgefügtes Weltbild erschüttert. Die Vergangenheit, die Isabel zu verdrängen versucht hat, holt sie endgültig ein und zwingt sie, sich ihren Vorurteilen und der dunklen Geschichte des Hauses zu stellen. In sinnlich dichter Sprache und mit subtiler Spannung erzählt Yael van der Wouden von Begierde, verdrängten Geheimnissen, unerwarteter Rache und den Abgründen, die sich hinter den Fassaden scheinbar geordneter Leben verbergen.  Shortlist des Booker Prizes 2024 Gewinnerin des Women's Prize 2025 'Ein fulminantes Debüt über Liebe, Besitzen und Besessenheit' DER SPIEGEL Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte an: info@gutkind-verlag.de

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