Phil Mailer: Portugal. Die unmögliche Revolution?
Phil Mailer schildert aus erster Hand, wie das plötzliche Ende von fast 50 Jahren Diktatur in Portugal durch den linken Militärputsch vom 25. April 1974 eine ungeheure Aktivität der Menschen in den Fabriken, auf dem Land und in den Städten, in den Medien und Universitäten freisetzte. Leider zeigt die Geschichte auch: Das reichte nicht, es hätte eine weitere enorme Anstrengung von unten gebraucht, um Geld, Recht und Waffen in eigene institutionelle Hände zu kriegen. Wer aber nun denkt, darum gelte es, für zukünftige Revolutionsanläufe unbedingt schon jetzt die richtigen Strukturen aufzubauen, die:der sollte erst recht das Buch von Mailer lesen, denn es führt auch sehr eindrücklich vor Augen, welchen Schaden sich als Avantgarde verstehende Organisationen, militante Grüppchen und Gewerkschaften anrichten können, sobald sie anfangen, Politik zu machen.