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ISBN/EAN: 978-3-942788-40-3
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
255 S.
Format (T/L/B):
2.9 x 22.5 x 15 cm

Hersteller:
Elsinor Verlag
Dr. Thomas Pago
info@elsinor.de
Gaupel 30
DE 48653 Coesfeld
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Unser Tipp für Sie

Schon vor acht Jahren hat der Autor einen Teil der eigenen Familiengeschichte literarisch bearbeitet: In In Zeiten des abnehmenden Lichts thematisierte er die familiäre Entwicklung im Osten Deutschlands bis zum Ende der DDR. In seinem neuen Roman geht er historisch einen Schritt weiter zurück, ins Moskau der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, der Zeit des Stalinschen „Großen Terrors“. Anhand der Kaderakte der Großmutter schildert er das Schicksal zahlreicher überzeugter Kommunisten, die damals im Hotel „Metropol“ auf ihre Anhörungen oder Festnahmen warten mussten.

 

Die Frage nach Notwendigkeit oder Berechtigung dieser Säuberungen bleibt lange eher tabuisiert: Die Parteiführung um den Genossen Stalin wird ihre Gründe haben. Selbst der weltbekannte Intellektuelle Lion Feuchtwanger, der 1936/37 die UdSSR besuchte, fand nichts Anstößiges an den Schauprozessen, mit denen fast die ganze altbolschewistische Elite liquidiert wurde.

 

Arthur Koestler hatte als früher Renegat schon 1940 in Sonnenfinsternis schonungslos diese gespenstische Szenerie beleuchtet – Ruges persönlich-subjektiver Blickwinkel führt uns diese düstere Phase linker Geschichte trotz langer zeitlicher Distanz in all ihrer Brutalität vor Augen.

 

Eine Gastrezension von Heinz Auweder aus der Jos Fritz Buchhandlung, Freiburg

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Beschreibung

Koestlers weltberühmter Roman über den einstigen Volkskommissar Rubaschow, der den politischen Säuberungen innerhalb seiner eigenen revolutionären Partei zum Opfer fällt und in gnadenlosen Verhören zur Strecke gebracht wird, spielt auf die stalinistischen Schauprozesse der 1930er-Jahre an und deckt die Mechanismen totalitärer und diktatorischer Systeme auf. Der Roman entstand 1939 in Frankreich. Die von Koestlers damaliger Lebensgefährtin angefertigte (und teilweise unzulängliche) Übersetzung erreichte den Londoner Verleger gerade noch rechtzeitig vor dem Einmarsch der Deutschen in Paris; das deutsche Originalmanuskript aber ging verloren. Koestler selbst übersetzte den eigenen Roman später anhand der englischen Ausgabe zurück ins Deutsche. 2015 sorgte der Kasseler Germanist Matthias Weßel für internationales Aufsehen, als er das verschollene Original in einer Zürcher Bibliothek aufspürte. Die Originalfassung liegt hier erstmals öffentlich vor; ein Vorwort des renommierten Koestler-Biografen Scammell, ein Nachwort von Matthias Weßel und weitere textkritische Materialien ermöglichen einen Vergleich mit der bisher bekannten Fassung. - Gefördert wird das Projekt von der Kunststiftung NRW.