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ISBN/EAN: 978-3-499-25412-3
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
425 S.
Format (T/L/B):
2.7 x 19 x 12.5 cm

Hersteller:
Rowohlt Verlag GmbH
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Kirchenallee 19
DE 20099 Hamburg


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In Zeiten des abnehmenden Lichts

Roman einer Familie

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Unser Tipp für Sie

Schon vor acht Jahren hat der Autor einen Teil der eigenen Familiengeschichte literarisch bearbeitet: In In Zeiten des abnehmenden Lichts thematisierte er die familiäre Entwicklung im Osten Deutschlands bis zum Ende der DDR. In seinem neuen Roman geht er historisch einen Schritt weiter zurück, ins Moskau der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, der Zeit des Stalinschen „Großen Terrors“. Anhand der Kaderakte der Großmutter schildert er das Schicksal zahlreicher überzeugter Kommunisten, die damals im Hotel „Metropol“ auf ihre Anhörungen oder Festnahmen warten mussten.

 

Die Frage nach Notwendigkeit oder Berechtigung dieser Säuberungen bleibt lange eher tabuisiert: Die Parteiführung um den Genossen Stalin wird ihre Gründe haben. Selbst der weltbekannte Intellektuelle Lion Feuchtwanger, der 1936/37 die UdSSR besuchte, fand nichts Anstößiges an den Schauprozessen, mit denen fast die ganze altbolschewistische Elite liquidiert wurde.

 

Arthur Koestler hatte als früher Renegat schon 1940 in Sonnenfinsternis schonungslos diese gespenstische Szenerie beleuchtet – Ruges persönlich-subjektiver Blickwinkel führt uns diese düstere Phase linker Geschichte trotz langer zeitlicher Distanz in all ihrer Brutalität vor Augen.

 

Eine Gastrezension von Heinz Auweder aus der Jos Fritz Buchhandlung, Freiburg

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Beschreibung

International gefeiert, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis - ein halbes Jahrhundert gelebter Geschichte, ein Familienroman voller überraschender Wendungen: groß durch seine Reife, seinen Humor, seine Menschlichkeit.Die Großeltern haben noch für den Kommunismus gebrannt, als sie aus dem mexikanischen Exil kamen, um ein neues Deutschland aufzubauen. Der Sohn kehrte aus der Sowjetunion heim: mit einer russischen Frau, der Erinnerung ans Lager und doch in dem Glauben an die politische Idee. Dem Enkel bleibt nur ein Platz in der Realität der DDR, und er flieht - an eben dem Tag, an dem sich Familie, Freunde und Feinde versammeln, um den neunzigsten Geburtstag des Patriarchen zu begehen. Von den Jahren des Exils bis ins Wendejahr 1989 und darüber hinaus reicht diese wechselvolle Geschichte einer deutschen Familie. Sie führt von Mexiko über Sibirien bis in die neu gegründete DDR, führt über die Gipfel und durch die Abgründe des 20. Jahrhunderts. So entsteht ein weites Panorama, ein großer Deutschlandroman, der, ungeheuer menschlich und komisch, Geschichte als Familiengeschichte erlebbar macht. 2009 erhielt Eugen Ruge für In Zeiten des abnehmenden Lichts den Alfred-Döblin-Preis. 2011 wurde der Roman mit dem Aspekte-Literaturpreis und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Er verkaufte sich bisher in 28 Länder, stand mehr als 40 Wochen auf der Bestsellerliste und wurde von Matti Geschonneck nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase fürs Kino verfilmt.